Druckansicht - Dienstag 7. September 2010
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Pfarre Niedernsill setzt auf Energie von oben
unknown(12. 07.10) „Wir wollen nicht nur ständig verbrauchen, sondern vorhandene Quellen nutzen", sagt der Niedernsiller Pfarrer Michael Blassnigg. Vor kurzem wurde die neue Fotovoltaik-Anlage am Pfarrhaus eingeweiht. Diese 7,5 Kilowatt Solarstromanlage deckt nun zwei Drittel des Strombedarfs der Kirche und des Pfarrhofs. „Unser großes Ziel ist es, von Atomstromimporten unabhängig und energieautonom zu werden", betont Blassnigg.


Ins Rollen brachte die Idee der engagierte Pfarrkirchenrat Josef Tiefenbacher, dem die Umwelt ein sehr großes Anliegen ist. 30.000 Euro ist die die Fotovoltaik-Anlage wert, 20.000 brachten die Mitglieder des Pfarrgemeinderates aus deren privaten Kassen auf, die restlichen 10.000 Euro übernimmt der Naturschutzbund Salzburg. „Im Gegenzug dazu wird in Niedernsill ein Biotop errichtet", weiß der Pfarrer.

Die Schonung der Natur und die Bewusstseinsbildung in Sachen Umweltthemen seien wichtige Kriterien in der Pfarre. „Es spricht sich herum und die Leute sind neugierig", sagt Blassnigg. Das vorbildliche Denken scheint bereits Wirkung zu zeigen: Bürgermeister Günther Brennsteiner überlegt eine weitere Fotovoltaik-Anlage auf dem Gemeindehaus einzuplanen.

Etwas mühsam sei der Prozess bis zur Fertigstellung jedoch schon gewesen, gibt Michael Blassnigg zu. „Man braucht unter anderem viele Genehmigungen." Aber, die Mühen haben sich gelohnt. „Es ist einfach super, den eigenen Strom quasi selber zu erzeugen", freut sich der Niedernsiller Pfarrer.

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© 2007 Konferenz der Umweltbeauftragten der Katholischen Kirche Österreichs
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