Druckansicht - Donnerstag 23. Februar 2012
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Österreichs Weg nach Durban

15.11.2011 Die Allianz für Klimagerechtikeit hat 15 Forderungen an die Österreichische Bundesregierung im Hinblick auf die UN-Klimakonferenz in Durban/Südafrika von 28.11.-9.12.2011 formuliert.

 

Forderungen



Vor der Klimakonferenz in Durban - Facelifting für Österreichs Klimapolitik gefordert!
Anlässlich der in zwei Wochen startenden UN-Klimakonferenz in Durban stellt die Allianz für Klimagerechtigkeit ihre Forderungen an die österreichische Klimapolitik vor. Die Klimaallianz ist ein breites Bündnis von Entwicklungs-, Sozial- und Umweltorganisationen, der auch die katholischen und evangelischen Umweltbeauftragten angehören.

In zwei Wochen wird vor allem über die Zukunft des 2012 auslaufenden Kyoto-Protokolls entschieden werden. „Das Kyoto-Protokoll war ein Meilenstein der Klimapolitik - in Durban muss Österreichs Umweltminister Nikolaus Berlakovich um die Zukunft eines fairen, verbindlichen und geschlechtergerechten Klimaabkommens kämpfen", fordern die VertreterInnen der Allianz für Klimagerechtigkeit unisono. Das Kyoto-Protokoll, das 1997 beschlossen wurde, ist bis dato weltweit das einzige international gültige Abkommen für Klimaschutz.

Um die drohende Klimakatastrophe zu vermeiden, müssen die Industrieländer ihre Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent bis 2020 und um 95 Prozent bis 2050 reduzieren. „Das bisherige Emissions-Minderungsziel der EU von 20 Prozent bis 2020 reicht dazu bei weitem nicht aus und muss in einem ersten Schritt auf mindestens 30 Prozent erhöht werden. Doch während sieben europäische Staaten wie Deutschland und Großbritannien auf mehr Klimaschutz drängen, blockiert Österreich. Umweltminister Berlakovich muss endlich seine ablehnende Haltung gegenüber ambitionierteren EU-Zielen aufgeben und sich für Klimaschutz stark machen," fordert Johannes Wahlmüller, Klima und Energieexperte von GLOBAL 2000.

Jovelyn T. Cleofe, Direktorin des Centers for Empowerment and Resource Development und Projektpartnerin der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar aus den Philippinen, unterstützt als internationale Partnerin die Forderungen der Klimaallianz. Sie erzählt: „Auf den Philippinen spüren wir bereits jetzt lebensbedrohliche Auswirkungen des Klimawandels: Extreme Wettereignisse wie Taifune häufen sich und durch die steigende Meerestemperatur sterben Korallen und der Fischreichtum nimmt ab. Dies zerstört die Lebensgrundlagen der Fischerfamilien, mit denen wir arbeiten. Wir setzen bereits jetzt konkrete Maßnahmen zur Eindämmung des schädlichen Klimawandels und fordern von den reichen Ländern wie Österreich, ihren Ausstoß von Treibhausgasen ernsthaft zu reduzieren und Maßnahmen zur Anpassung in den Entwicklungsländern zu unterstützen."

In Durban wird als wichtigstes Waldschutzinstrument REDD+ zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen, die aus Entwaldung und Waldschädigung in Entwicklungsländern resultieren, verhandelt werden. Ein künftiger REDD+-Mechanismus muss Sicherheitsklauseln und Kontrollmechanismen beinhalten, die geeignet sind, die biologische Vielfalt sowie die Rechte der im und vom Wald lebenden Menschen zu schützen. Die Partizipation und die Rechte der indigenen Waldbevölkerung müssen gesichert und gefördert werden. Der WWF tritt für konkrete nationale Entwaldungsziele und Methoden zur Bekämpfung der Ursachen der Entwaldung ein. "Es ist jetzt höchste Zeit in REDD+ zu investieren, denn jeder Tag, den wir verstreichen lassen, erhöht die Kosten zur Vermeidung des Klimawandels", erklärt Musel: "Die Finanzierung von REDD+ sollen aus öffentlichen und privaten Geldern kommen und in gerechter, transparenter, koordinierter und gemeinschaftlicher Art und Weise zur Verfügung gestellt werden."

Forderungen der Klimaallianz

Quelle u. Foto: www.klimaallianz.at

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© 2007 Konferenz der Umweltbeauftragten der Katholischen Kirche Österreichs
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