Druckansicht - Donnerstag 23. Februar 2012
Übersicht
Erhaltung der Lebensgrundlagen... bitte warten

12.12. 2011 Die Weltklimakonferenz in Durban wieder nur eine erneute Vertröstung? Auch in diesem Jahr wurden keine nachhaltigen und zukunftsweisenden Entscheidungen getroffen.



Der Blick der Verhandler_innen scheint vorrangig auf das Wirtschaftswachstum gerichtet: Koste es, was es wolle. Dass die Erde unerlässliche Lebensgrundlage für die Menschen ist, dürfte bei den Verhandlungen nur sekundär sein, so der Eindruck von außen. Wirtschaftlicher Aufschwung und finanzieller Wohlstand werden an CO2-Emissionen gekoppelt. Es entsteht der Eindruck, als ob sie sogar daran gemessen würden.

An Lösungsvorschlägen und nachhaltigen Handlungsmöglichkeiten für Regierungen mangelt es nicht. Aber gemeinsam an einem Strang zu ziehen, scheint nicht möglich. Hätte die Berechnung der Treibhausgas-Bilanz eines Landes anhand des Carbon-Footprint die Verhandlungen in Gang gebracht? Das hieße, den CO2-Ausstoß der in einem Land verbrauchten Güter zu errechnen und nicht den der produzierten Güter. Diese Methode würde die Verhandlungsposition von China verbessern und die von Europa wesentlich verschlechtern. Aber kann eine andere Berechnungsmethode die Orientierung an einem Wirtschaftswachstum auf Kosten der Lebensgrundlage aufbrechen? Zu hoffen wäre es - ein Dominostein, der den Wechsel von der Philosophie des immer Mehr zur Philosophie des Genug bewirkt? Wer weiß!?

(lg)

Foto: Georges Bott/ www.pixelio.de

 

Übersicht
© 2007 Konferenz der Umweltbeauftragten der Katholischen Kirche Österreichs
© 2007 Konferenz der Umweltbeauftragten der Katholischen Kirche Österreichs