Christen als Freunde und Anwälte des Lebens
„Christen sind Freunde des Lebens!", rief Weihbischof Dr. Franz Lackner beim Gottesdienst in Mariazell in Erinnerung. Und als solche müssten sie sich zu Anwälten des Lebens machen, wo und in welcher Form immer es bedroht werde. Er ermutigte die Wallfahrer, nicht müde zu werden, den verantwortlichen Menschen und Institutionen Fragen zu stellen, ob ihre Entscheidungen dem Leben dienlich seien. Als Zuspruch für die engagierten Christen verwies Weihbischof Lackner auf das Beispiel des hl. Franz von Assisi, der rückblickend auf sein Leben gesagt hatte: „Ich habe das Meinige getan!"
Gebetet wurde auch um die Heilung nachbarschaftlicher Beziehungen, wo diese durch Neid oder Schuldzuweisungen gestört worden seien, und für die Verantwortungsträger und Politiker, die in ihren Entscheidungen die Sorgen der Menschen und den nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung im Blick haben sollten. „Das Gebet verändert nicht die Welt, aber das Gebet verändert den Menschen, und der Mensch verändert die Welt" (Albert Schweitzer).
Überregionale Bedeutung der Problematik
Für Organisation und inhaltliche Gestaltung zeichnete der Theologe und Liedermacher Mag. Hans Waltersdorfer in Zusammenarbeit mit der Umweltbeauftragten der Diözese, Mag. Hemma Opis-Pieber, verantwortlich. Waltersdorfer lebt selber in einer von der Leitung betroffenen Gemeinde und engagiert sich auch in der örtlichen Bürgerinitiative. Hemma Opis-Pieber wies darauf hin, dass gerade der Monat September in vielen christlichen Kirchen als besondere „Zeit der Schöpfung" begangen wird.
Dass sich auch eine Gruppe aus Salzburg den Wallfahrern anschloss, Menschen, die sich dort ebenfalls für den Erhalt ihres Lebensraumes in einem Starkstromleitungsprojekt einsetzen, zeigt die überregionale Bedeutung dieser Problematik.
Nähere Informationen und Bildmaterial: Mag. Hans Waltersdorfer, 0664-9760208; hans.waltersdorfer@gmx.at
(22.09.2008 - Autor: graz-seckau/waltersdorfer)