
Schutz der Schöpfung hat oberste Priorität
Schutz der Schöpfung hat oberste Priorität
Aussendung der kath. und evangelischen Umweltbeauftragten zur Schöpfungszeit 2026
Dieser Sommer hat eindrucksvoll gezeigt, dass sich das Klima verändert und der Trend der letzten Jahre sich leider bestätigt: Es wird in Österreich immer wärmer und trockener.
Voll Sorge blicken die katholischen und evangelischen Umweltbeauftragten daher auf die Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung im Bereich des Klimaschutzes. Mit der Begründung des Spardrucks sind hier einige klimaförderliche Maßnahmen gestrichen oder gekürzt worden. „Jetzt bei den Klimaschutzausgaben einzusparen ist kurzsichtig und wird uns langfristig viel teurer kommen“, ist Markus Gerhartinger der Sprecher der katholischen und evangelischen Umweltbeauftragten überzeugt. Ärgerlich findet er auch, dass zwar im Regierungsprogramm die Streichung klimaschädlicher Subventionen und Ausgaben drinsteht, diese aber nicht gestrichen wurden. Hier gäbe es aus ökologischer Sicht ein riesiges Potential. So belief sich das Volumen der klimakontraproduktiven Förderungen in Österreich im Durchschnitt der letzten Jahre auf 4,1 bis 5,7 Milliarden Euro, wie selbst die Homepage des Ministeriums, dass auch für Klimaschutz zuständig ist, schreibt. (https://www.bmluk.gv.at/themen/klima-und-umwelt/klima/nationale-klimapolitik/kontraproduktiv.html)
Kirchen übernehmen Verantwortung
„Mitten in den Sommerferien erreichen uns die Bilder der verehrenden Waldbrände in Frankreich und Spanien. Große Teile Europas stehen in Flammen, so die evangelische Bischöfin Cornelia Richter in ihrer Stellungnahme zur Schöpfungszeit. Sie führt weiter aus: „Es liegt an uns, ob wir weiterhin zuschauen wollen, wie Gottes Schöpfung verbrennt – Tiere, Pflanzen, Menschen. Mit den ersten Seiten der Bibel ist uns die Bewahrung der Schöpfung aufgetragen. Um unserer Kinder willen, sollten wir alles tun, um diesen Auftrag gerecht zu werden.“
Bischof Hermann Glettler, in der Bischofskonferenz für Themen der Nachhaltigkeit zuständig, sieht im Sterben der heimischen Gletscher, bei den anhaltenden Dürreperioden und im zunehmenden Wassermangel deutliche Signale, dass „unser ureigenster Lebensraums unter Druck steht“. Er bekräftigt, dass „die Natur ein kostbares, verletzliches Lebensgut ist, das uns von Gott zu treuen Händen anvertraut wurde.“ Für ihn ist „Klimaschutz kein reines Verzichtsthema, sondern eine Frage von mehr Lebensqualität – ein menschliches und geistvoll inspiriertes Engagement für ein größeres Wir, das unsere Mitwelt miteinschließt.“
Die Kirchen übernehmen deshalb weiterhin und mit neuer Entschlossenheit Verantwortung für die Schöpfung und die Zukunft. Die Kirchen nehmen ihre Klimaschutzambitionen nicht zurück und arbeiten weiter an einer drastischen Reduktion des CO2 Abdruckes bis hin zur Klimaneutralität. Unzählige haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in vielen Pfarren, Orden und kirchliche Einrichtungen in ganz Österreich arbeiten an diesem Ziel mit.
Die ökumenische Schöpfungszeit von 1. September bis 4. Oktober bietet hier eine gute Gelegenheit die Schöpfung verstärkt in den Blick zu nehmen. Danke allen Pfarrgemeinden, kirchliche Einrichtungen und Ordensgemeinschaften, die sich gerade in der Schöpfungszeit verstärkt der Sorge um Gottes wunderbare Schöpfung annehmen und Bewusstsein schaffen.
Viele weitere Termine rund um den 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi und einige Veranstaltungen in der Schöpfungszeit und weitere interessante Informationen rund um die kirchliche Umweltarbeit finden sie auf www.schoepfung.at.
